Freitag, 17. Juni 2011

[Rezension] Alera 1. Geliebter Feind

"Alera 1. Geliebter Feind" von Cayla Kluver
gebunden mit Schutzumschlag
555 Seiten
Piper
ISBN: 978-3492702164
Teil 1 einer Trilogie
Leseprobe bei piper

Note: 3,5/5


erste Gedanken nach dem Lesen: 
Und was ist daran Fantasy - außer den Namen?

Kurzbeschreibung:
Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs - sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund? Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unweigerlich in Narian verliebt hat - und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt.

Rezension:
Alera hat mich ehrlich gesagt etwas irritiert. Erwartet habe ich nach der Aufmachung, der Vermarktung und der Einstufung des Verlages ganz klar einen High-Fantasy-Roman. Entpuppt hat sich das ganze dann aber als reine Romanze mit zwei klitzekleinen Andeutungen, daß im verfeindeten Königreich evtl. magische Kräfte vorhanden sein könnten... Naja, um ehrlich zu sein, genügt mir das, und auch das Umfeld der High-Fantasy nicht wirklich zum Fantasy-Roman.

Davon abgesehen ist Alera, geschrieben von der übrigens erst 18-jährigen Cayla Kluver, stellenweise sehr gut, spannend und mitreißend geschrieben. Allerdings nur stellenweise, denn das Alter der Autorin scheint oftmals durch. Beispielsweise ist sie wohl sehr auf das Aussehen fixiert, denn in jedem Kapitel findet sich mindestens eine ausführliche Beschreibung der Kleidung der Betroffenen. Der Schreibstil an sich ist sehr liebevoll, teilweise jedoch zu ausführlich und zu detailiert.
Die Charaktere sind allesamt sehr lebhaft und glaubwürdig beschrieben, wenn auch Alera selbst eine ziemlich verwöhnte Zicke zu sein scheint, die es gewohnt ist, dass alle und jeder nach Ihrer Nase tanzen. So schwärzt sich z. B. zu Beginn des Buches ihren über alles geliebten Leibwächter London an, ohne sich vorher im Klaren darüber zu sein, daß es im Bereich des Möglichen liegt, dass dieser seinen Job verliert. So kommt es dann auch und Alera heult sich die Augen aus dem Kopf und macht sich unendliche Vorwürfe.
Kleine Schwachstellen wie diese finden sich im Laufe des Romans immer wieder einmal und ich möchte jetzt nicht weiter darauf eingehen.
Gegen Ende des Buches allerdings wird selbst Alera verantwortungsbewusst - warum will ich hier nicht spoilern!

Nicht nur Alera ist für mich ein fragwürdiger Charakter auch ihr Verehrer Steldor ist mir in jeder Zeile mehr als suspekt. Auch nach dem Ende des Buches und den ersten Seiten des 2. Teils bin ich immer noch der Meinung, daß er irgendetwas tiefer gehendes im Schilde führt. Hier bin ich sehr gespannt wie es weitergehen wird.

Im Vordergrund des Buches steht ganz klar die Liebe zwischen Alera und Narian, ein als Säugling verschleppter Junge, der im feindlichen Gebiet aufgezogen wurde und dem vorausgesagt wurde, der Einzige zu sein, seine eigentlichen Landsleute stürzen zu können. Narian wird jedoch nicht akzeptiert, da sich das gesamte Königreich uneins ist, ob man ihm trauen kann.
Alera indes bekommt von Steldor den Hof gemacht, dem Einzigen, den Aleras Vater, der König, als seinen Nachfolger akzeptiert. Alera muss nämlich an ihrem 18. Geburtstag heiraten, um gemeinsam mit ihrem Gemahl die Nachfolge ihrer Eltern als König und Königin anzutreten.
Alera befindet sich in der Zwickmühle...


Fazit:
Wirklich überzeugt hat mich Alera nicht, darum gibt es für mich nur 3,5/5 Punkten für das Buch.
Stellenweise ist es fast langweilig, ein paar Seiten weiter jedoch wieder unheimlich spannend, sodass man ständig hin und her gerissen ist.
Meine gesamte  Hoffnung auf Besserung liegt nun im 2. Band!


Ich bedanke mich herzlich beim piper-Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

1 Kommentar:

Nadine hat gesagt…

Guten Morgen :)

Eigentlich wollte ich das Buch kaufen, weil ich fande das es wirklich spannend klingt, aber irgendwie lese ich immer Rezensionen, wo gesagt wird, das Buch ist stellenweise langweilig.

Ich glaube ich mache meine Überlegungen nochmal an deiner Rezension zum zweiten Teil fest. Bin gespannt wie die ausfällt!

Liebe Grüße,
Nadine